Regale und Regalanlagen sind das Rückgrat moderner Lager- und Logistikprozesse. Ihre Stabilität, Funktionalität und Sicherheit sind entscheidend für den reibungslosen Betrieb – und für den Schutz von Mitarbeitenden. Die regelmäßige Regalprüfung nach DIN EN 15635 sowie den Vorgaben der DGUV Regel 108-007 stellt sicher, dass potenzielle Schäden frühzeitig erkannt und Risiken minimiert werden.
Ob Palettenregal, Kragarmregal oder Fachbodenregal – alle Regale unterliegen klar definierten Vorschriften, die sowohl die Konstruktion als auch die Prüfung und Wartung betreffen. Eine ordnungsgemäße Regalinspektion ist dabei nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern ein zentrales Element im Rahmen der betrieblichen Arbeitssicherheit.
Diese Seite liefert Ihnen alle Informationen rund um das Thema Regalprüfungen: von den gesetzlichen Grundlagen über den Ablauf der Prüfung, häufige Schäden und deren Ursachen bis hin zu Checklisten, Prüfintervallen und den Anforderungen an die Prüfer.
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Was sind Regalprüfungen und warum sind sie wichtig?
Definition und gesetzliche Grundlage
Regalprüfungen sind systematische Inspektionen von Regalanlagen zur Feststellung von Schäden, Abnutzung und sicherheitsrelevanten Mängeln. Sie dienen der Früherkennung potenzieller Gefahrenquellen und tragen maßgeblich zur Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit bei. Grundlage für die Durchführung bildet die europäische Norm DIN EN 15635, ergänzt durch die DGUV Regel 108-007. Diese definieren sowohl die Prüfumfänge als auch die Zuständigkeiten innerhalb des Unternehmens und regeln, welche Anforderungen an die eingesetzten Regale und das Prüfpersonal gestellt werden. Ziel ist es, die Tragfähigkeit, Standfestigkeit und Gebrauchstauglichkeit dauerhaft zu gewährleisten und Unfälle zu verhindern.
Schäden und Risiken bei unterlassenen Prüfungen
Regalprüfungen sind nicht nur ein rechtliches Muss, sondern auch eine wichtige Maßnahme zur Minimierung des Unfallrisikos im Lagerbetrieb. Nicht erkannte Schäden wie verbogene Stützen, gelockerte Verbindungen oder fehlende Sicherungselemente können zu schweren Zwischenfällen führen. Der unkontrollierte Einsturz eines Regalsystems gefährdet nicht nur Mitarbeitende, sondern verursacht auch immense Sachschäden und Betriebsunterbrechungen. Darüber hinaus drohen bei Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften empfindliche Bußgelder. Die regelmäßige Regalprüfung ist somit ein zentraler Baustein jeder sicherheitsbewussten Lagerlogistik.

Rechtliche Anforderungen & Normen für Regalprüfungen
Die Rolle der DGUV Regel 108-007 und DIN EN 15635
Die DIN EN 15635 regelt die Nutzung und Wartung ortsfester Regalsysteme aus Stahl. Sie legt fest, dass insbesondere dynamisch beanspruchte Regale regelmäßig auf ihre Betriebssicherheit hin zu überprüfen sind. Die DGUV Regel 108-007 dient als nationales Pendant und konkretisiert die Anforderungen für den deutschen Raum. Zusammen bilden sie die Grundlage für eine rechtskonforme Durchführung der Regalprüfung und definieren, wann, wie oft und durch wen die Inspektionen vorzunehmen sind. Die jährliche Regalinspektion durch eine befähigte Person ist ebenso verpflichtend wie die regelmäßigen Sichtkontrollen im Wochenrhythmus durch das Lagerpersonal.


Betreiberpflichten nach Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung
Gemäß Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung sind Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeitsmittel, zu denen auch Regalanlagen zählen, in einem sicheren Zustand zu halten. Diese Pflicht erstreckt sich auf die fachgerechte Aufstellung, regelmäßige Wartung und wiederkehrende Prüfung. Betreiber müssen darüber hinaus dafür sorgen, dass Prüfberichte dokumentiert und aufbewahrt werden. Werden Mängel festgestellt, müssen diese umgehend beseitigt und der Betrieb gegebenenfalls eingeschränkt oder eingestellt werden, bis die Sicherheit wiederhergestellt ist.
Externe Regalprüfung: Unabhängige Kontrolle für maximale Sicherheit
Eine externe Regalprüfung durch sachkundige Prüfer ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines professionellen Sicherheitskonzepts in Lager- und Logistikbereichen. Anders als bei internen Prüfungen bringt eine externe Prüfung objektive Fachkompetenz mit sich und gewährleistet eine neutrale Bewertung des Ist-Zustandes der Regalanlagen. Sie ist besonders wichtig, um versteckte Schäden, schleichende Verschleißerscheinungen oder nicht normgerechte Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus stellt sie sicher, dass alle gesetzlichen Vorschriften wie die DIN EN 15635 und die DGUV Regel 108-007 eingehalten werden. Unternehmen profitieren von der externen Prüfung auch in rechtlicher Hinsicht: Im Schadensfall dient die dokumentierte Prüfung als Nachweis, dass die Betreiberpflichten erfüllt wurden. Letztlich reduziert eine professionelle, externe Regalinspektion nicht nur das Unfallrisiko, sondern beugt auch teuren Ausfallzeiten und Reparaturen vor – ein klarer Gewinn für Sicherheit, Produktivität und Rechtssicherheit.
Unterschiede zwischen interner Sichtkontrolle und jährlicher Expertenprüfung
Ein zentrales Element der Regalsicherheit ist die Unterscheidung zwischen der regelmäßigen internen Sichtkontrolle und der einmal jährlich durchzuführenden Expertenprüfung. Die interne Sichtkontrolle dient der frühzeitigen Erkennung offensichtlicher Schäden an Regalanlagen und wird idealerweise wöchentlich durch intern geschulte Mitarbeiter vorgenommen. Ziel ist es, potenzielle Gefahrenquellen unmittelbar zu identifizieren – beispielsweise verbogene Stützen, beschädigte Schutzsysteme, verschobene Traversen oder fehlende Sicherungselemente. Die Sichtprüfung erfolgt in der Regel visuell und ohne spezielle Hilfsmittel, basierend auf unternehmensinternen Checklisten und klaren Prüfanweisungen. Damit sie zuverlässig durchgeführt werden kann, ist eine regelmäßige Schulung der verantwortlichen Mitarbeitenden erforderlich.
Im Gegensatz dazu steht die jährliche Regalprüfung durch eine befähigte Person im Sinne der DIN EN 15635 sowie der DGUV Regel 108-007. Diese Fachkraft verfügt über umfangreiche Kenntnisse in Statik, Regalkonstruktion, Arbeitsschutz sowie in den anzuwendenden Normen und Vorschriften. Ihre Aufgabe ist es nicht nur, sichtbare Mängel festzustellen, sondern auch verborgene Risiken und strukturelle Schwachstellen zu identifizieren, die langfristig zur Gefährdung der Betriebssicherheit führen können.

Der Ablauf einer Regalprüfung im Detail
Vorbereitung und Organisation der Prüfung
Eine strukturierte Regalprüfung beginnt mit einer sorgfältigen Vorplanung. Dazu zählt die Sichtung und Aktualisierung vorhandener technischer Unterlagen wie Aufbaupläne, Belastungsschilder, frühere Prüfprotokolle sowie Herstellerangaben. Der Prüfbereich wird definiert und alle relevanten Regale identifiziert. Anschließend erfolgt die terminliche Abstimmung mit der Lagerleitung, damit die Prüfung ohne Störungen durchgeführt werden kann. Auch die Information der Mitarbeitenden ist Teil der organisatorischen Vorbereitung, um für den Zeitraum der Inspektion entsprechende Zugänge und Sicherheitsabstände zu gewährleisten.
Prüfkriterien für Fachbodenregale, Palettenregale & Kragarmregale
Im Anschluss an die Regalinspektion werden alle festgestellten Mängel dokumentiert. Die Prüfberichte enthalten eine eindeutige Zuordnung der Schäden, Fotos zur Veranschaulichung, Risikoeinstufungen (z. B. gelb, orange, rot) sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Schwere Mängel mit hoher Gefährdung müssen umgehend beseitigt oder das betroffene Regal gesperrt werden. Die Dokumentation dient als rechtssicherer Nachweis der Prüfung und muss für mindestens fünf Jahre archiviert und bei Bedarf vorgelegt werden können. Zusätzlich sollte ein Maßnahmenplan mit Zeitrahmen für die Instandsetzung erstellt werden.

Nachbereitung und Dokumentation der Prüfergebnisse
Im Anschluss an die Regalinspektion werden alle festgestellten Mängel dokumentiert. Die Prüfberichte enthalten eine eindeutige Zuordnung der Schäden, Fotos zur Veranschaulichung, Risikoeinstufungen (z. B. gelb, orange, rot) sowie konkrete Handlungsempfehlungen. Schwere Mängel mit hoher Gefährdung müssen umgehend beseitigt oder das betroffene Regal gesperrt werden. Die Dokumentation dient als rechtssicherer Nachweis der Prüfung und muss für mindestens fünf Jahre archiviert und bei Bedarf vorgelegt werden können. Zusätzlich sollte ein Maßnahmenplan mit Zeitrahmen für die Instandsetzung erstellt werden.
Wer darf Regalprüfungen durchführen?
Anforderungen an befähigte Personen
Eine befähigte Person gemäß TRBS 1203 verfügt über fachliche Kenntnisse, Berufserfahrung und eine entsprechende Schulung zur Durchführung von Regalprüfungen. Sie muss in der Lage sein, die sicherheitstechnischen Anforderungen korrekt anzuwenden, Schäden zu erkennen und Risiken fachgerecht zu bewerten. Die Ausbildung umfasst Kenntnisse der relevanten Vorschriften (z. B. DGUV Regel 108-007, DIN EN 15635) und praktische Erfahrung mit Regalanlagen.


Qualifikation und Verantwortung des Regalprüfers
Die Durchführung einer Regalprüfung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die fundiertes Fachwissen, eine strukturierte Arbeitsweise und ein hohes Maß an Verantwortung erfordert. Die befähigte Person, die mit der jährlichen Prüfung von Regalanlagen betraut ist, trägt nicht nur die technische Verantwortung für die Beurteilung des Ist-Zustands der Regale, sondern auch die sicherheitsrelevante Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeitenden im Lager und die Betriebssicherheit der gesamten Anlage. Sie muss in der Lage sein, selbst kleinste Mängel – wie feine Risse, Verformungen oder unvollständige Verbindungselemente – zu erkennen und diese nach normativen Vorgaben korrekt zu bewerten.
Zu den zentralen Aufgaben gehört nicht nur die Sichtung und Einstufung von Schäden, sondern auch das Einleiten geeigneter Maßnahmen, etwa die sofortige Sperrung einzelner Regalfelder oder die Empfehlung zur Instandsetzung mit Fristsetzung. Dabei muss die befähigte Person fundierte Kenntnisse der einschlägigen Regelwerke – insbesondere der DIN EN 15635, der DGUV Regel 108-007 sowie der relevanten Arbeitsschutz- und Betriebssicherheitsverordnungen – nachweisen können. Diese Normen bilden die Grundlage für die sachgemäße Durchführung der Prüfung und die Risikobewertung festgestellter Mängel.
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Häufige Mängel bei Lagereinrichtungen und ihre Ursachen

Typische Schäden an Regalstützen, Traversen und Sicherungselementen
Angefahrene Regalstützen, verbogene Traversen oder defekte Sicherungselemente zählen zu den häufigsten Schadensbildern in Lagerbereichen. Diese Komponenten sind für die Stabilität der Regalanlagen essenziell. Werden sie beschädigt, kann sich die Tragfähigkeit erheblich verringern. Zu den häufig dokumentierten Mängeln zählen auch lose oder fehlende Verbindungsteile, verrutschte Palettenanschläge oder verschlissene Schutzprofile. Besonders kritisch sind Schäden, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind, etwa feine Risse im Material oder ungleichmäßige Lastverteilung, die sich schleichend zu strukturellen Problemen entwickeln.
Ursachen: Stapleranfahrten, Überlastung, falsche Bedienung
Die häufigsten Ursachen für Schäden an Regalen sind Bedienfehler oder Nachlässigkeiten im Lageralltag. Unachtsames Rangieren mit Flurförderzeugen, das Missachten von Fahrwegen oder fehlender Rammschutz führen oft zu Anfahrschäden. Auch die Überschreitung der zulässigen Fach- oder Feldlast, ungleichmäßige Beladung sowie das Lagern ungeeigneter Güter belasten die Struktur der Regalanlage über das vorgesehene Maß hinaus. Zusätzlich können Montagefehler, unvollständige Wartung oder fehlende Schulung des Lagerpersonals langfristig zu Sicherheitsrisiken führen.
Regalprüfungen Checkliste – Das sollten Sie beachten
Checkliste für tägliche Sichtprüfungen durch Mitarbeiter

Digitale Dokumentation & Prüfsoftware für Regalprüfungen
Vorteile digitaler Prüfprotokolle
Digitale Systeme vereinfachen die Archivierung, Auswertung und Übermittlung von Prüfergebnissen erheblich. Sie ermöglichen eine effizientere Bearbeitung und minimieren Fehlerquellen, die bei manuellen Einträgen entstehen können. Durch automatische Erinnerungen an Prüftermine, integrierte Schadenskategorien und systematische Datenablage wird der gesamte Prüfprozess transparenter und besser nachvollziehbar. Zudem lassen sich Auswertungen über längere Zeiträume hinweg bequem durchführen – ein Vorteil, wenn es um die kontinuierliche Verbesserung der Lager- und Arbeitssicherheit geht.
Anforderungen an eine revisionssichere Dokumentation
Eine revisionssichere Dokumentation muss manipulationssicher, nachvollziehbar und dauerhaft archiviert sein. Das bedeutet: Jede Änderung muss protokolliert werden, Versionen müssen eindeutig nachvollziehbar sein und das System muss vor unberechtigten Zugriffen geschützt werden. Entsprechende Prüfsoftwarelösungen bieten digitale Signaturen, Zeitstempel und rollenbasierte Benutzerrechte. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Dokumentation im Ernstfall – etwa bei einem Arbeitsunfall oder einer behördlichen Kontrolle – standhält.
Regalprüfungen und Arbeitssicherheit – ein Zusammenspiel
Beitrag zur Vermeidung von Arbeitsunfällen
Unfallrisiken durch instabile oder defekte Regale werden durch regelmäßige Prüfungen deutlich reduziert. Eine frühzeitige Erkennung und Behebung von Schäden trägt entscheidend dazu bei, schwere Arbeitsunfälle im Lagerbetrieb zu verhindern. Die Regalprüfung ist somit ein zentraler Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung und der Maßnahmen zur Vermeidung von Verletzungen, Sachschäden und Haftungsrisiken.

Integration in das betriebliche Sicherheitskonzept
Regalprüfungen sollten nicht als isolierte Maßnahme betrachtet werden, sondern als fest integrierter Bestandteil des übergeordneten Arbeitsschutzkonzepts eines Unternehmens. Sie ergänzen andere sicherheitsrelevante Prozesse wie Unterweisungen, Gefährdungsbeurteilungen oder Wartungspläne. Insbesondere in sicherheitskritischen Branchen wie der Logistik, Industrie oder im Einzelhandel mit hohen Lagerumschlägen sorgen klar definierte Prüfprozesse für eine nachhaltige Sicherheitskultur.
Zusammenarbeit mit Fachkräften für Arbeitssicherheit
Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Sicherheitsbeauftragte spielen eine zentrale Rolle bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von Regalinspektionen. Sie kennen die betrieblichen Gegebenheiten und können die Prüfprozesse optimal in das bestehende Sicherheitsmanagementsystem integrieren. Darüber hinaus unterstützen sie bei der Kommunikation mit Behörden, bei der Dokumentation und der Kontrolle der Mängelbeseitigung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Prüfer, Sicherheitsfachkraft und Betriebsleitung stärkt die Wirksamkeit der Maßnahmen und erhöht die Sicherheit im Lager dauerhaft.
Lagerumbau, Erweiterung oder Neuanschaffung – wann ist eine Prüfung nötig?
Prüfpflichten bei Umbauten oder neuen Regalen
Bei jeder Änderung der Lagereinrichtung ist eine erneute Prüfung erforderlich, um die Sicherheit zu gewährleisten. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eine bauliche Erweiterung, die Umstellung bestehender Regale oder die Integration neuer Regalsysteme handelt. Schon geringfügige Veränderungen der Lastverteilung oder der Aufbauweise können sich erheblich auf die Standsicherheit auswirken. Die Regalprüfung ist in diesen Fällen unverzichtbar, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Wann muss neu geprüft werden?
- Nach Anfahrschäden durch Flurförderzeuge oder andere Betriebsmittel
- Nach Umbauten, Umrüstungen oder baulichen Veränderungen im Lager
- Beim Standortwechsel von Regalanlagen oder bei Montage an einem neuen Ort
- Bei der Einführung neuer Lagereinheiten oder Kombination verschiedener Regalsysteme
In all diesen Fällen ist eine erneute Prüfung durch eine befähigte Person erforderlich. Diese prüft, ob die veränderte Konfiguration weiterhin den Anforderungen der DIN EN 15635 entspricht.

Praxisbeispiele aus dem Betriebsalltag
Ein Umbau ohne anschließende Regalprüfung führte in einem Beispielbetrieb zu einem kostspieligen Schaden: Nach der Erweiterung des Regalsystems wurden neue Fachböden eingebaut, deren Traglast falsch eingeschätzt wurde. Die Folge war ein Teileinsturz der Anlage, bei dem neben Warenverlust auch der Betrieb für mehrere Tage unterbrochen werden musste. In einem weiteren Fall wurde beim Standortwechsel die Bodenverankerung nicht korrekt angepasst – was erst bei der nächsten turnusmäßigen Regalinspektion auffiel. Solche Beispiele zeigen deutlich, wie wichtig die Prüfung bei Veränderungen ist, um rechtzeitig gegenzusteuern und Betriebsausfälle sowie Haftungsrisiken zu vermeiden.
Prüfplakette und Prüftermin bei Regalprüfungen sinnvoll organisieren
Eine sauber organisierte Kennzeichnung jeder Regalanlage erleichtert die Planung von Regalprüfungen im Alltag erheblich. Die Prüfplakette dient dabei nicht nur als Sichtvermerk für die letzte Kontrolle, sondern auch als praktisches Instrument, um den nächsten Prüftermin im Betrieb klar einzuordnen. So erkennen Lagerverantwortliche, Sicherheitsbeauftragte und Mitarbeitende unmittelbar, welche Bereiche bereits geprüft wurden und wo eine erneute Inspektion ansteht. Das verbessert die Übersicht im Lager und unterstützt eine zuverlässige Prüfplanung ohne unnötige Lücken.
Gerade in größeren Hallen mit mehreren Regalsystemen ist es sinnvoll, Prüftermine fest in die betrieblichen Abläufe einzubinden. Werden Kontrollen nicht nur dokumentiert, sondern auch organisatorisch vorausgeplant, lassen sich Engpässe vermeiden und notwendige Maßnahmen besser koordinieren. Das ist vor allem dann wichtig, wenn einzelne Regalfelder im Zuge einer Prüfung gesondert überprüft oder vorübergehend aus dem laufenden Betrieb genommen werden müssen. Eine klare Terminstruktur hilft dabei, die Durchführung effizient zu organisieren und gleichzeitig die Sicherheit im Lager aufrechtzuerhalten.
Zusätzlich schafft die Kombination aus Prüfplakette, Terminübersicht und nachvollziehbarer Dokumentation eine belastbare Grundlage für interne Prozesse. Werden Mängel oder Schäden festgestellt, kann schneller reagiert und der weitere Ablauf besser abgestimmt werden. Auch im Hinblick auf die Betriebssicherheit ist das ein wichtiger Vorteil, weil Prüfstatus, Folgemaßnahmen und offene Punkte eindeutig zugeordnet werden können. Unternehmen schaffen damit nicht nur mehr Ordnung, sondern erfüllen ihre organisatorischen Anforderungen deutlich strukturierter und praxisnäher.
Prüfplakette schafft Sicherheit und Orientierung im Betrieb
Eine gut sichtbare Prüfplakette hilft dabei, den Status von Regalprüfungen im Lager sofort zu erkennen und den nächsten Prüftermin eindeutig nachzuvollziehen. So lässt sich im laufenden Betrieb schnell überprüfen, ob eine Regalanlage bereits kontrolliert wurde oder ob eine erneute Inspektion ansteht. Das schafft Transparenz, unterstützt interne Abläufe und erhöht die Sicherheit für Mitarbeitende und Waren gleichermaßen.
Wer Prüftermine frühzeitig plant und systematisch dokumentiert, verbessert die Betriebssicherheit dauerhaft. Denn eine regelmäßige Regalinspektion hilft dabei, Schäden und Mängel rechtzeitig zu erkennen, bevor sie den sicheren Betrieb beeinträchtigen. Gleichzeitig erleichtert eine klare Terminorganisation die Durchführung aller Prüfungen und stellt sicher, dass gesetzliche sowie betriebliche Anforderungen zuverlässig eingehalten werden.
Besonders in Lagerbereichen mit hoher Auslastung ist es sinnvoll, feste Prozesse für Prüfplakette, Dokumentation und Prüftermin zu etablieren. Auf diese Weise werden Regalprüfungen nicht nur nachvollziehbar, sondern auch zu einem festen Bestandteil eines sicheren und gut organisierten Lageralltags.

Prüftermine regelmäßig planen und Fristen einhalten

Damit die Betriebssicherheit dauerhaft gewährleistet bleibt, sollten Unternehmen jeden Prüftermin frühzeitig planen und in feste Abläufe integrieren. Die Durchführung der Regalinspektion sollte nicht erst bei sichtbaren Schäden erfolgen, sondern regelmäßig und fristgerecht organisiert werden. So lassen sich Mängel früh erkennen, notwendige Maßnahmen rechtzeitig einleiten und Unterbrechungen im Betrieb vermeiden.
Eine vorausschauende Terminplanung reduziert den organisatorischen Aufwand und sorgt dafür, dass Regalprüfungen nicht im hektischen Tagesgeschäft untergehen. Werden Prüftermine fest im betrieblichen Ablauf hinterlegt, lassen sich Zuständigkeiten klar definieren und Ressourcen besser koordinieren. Das ist besonders wichtig in Unternehmen mit hoher Lagerdynamik, in denen Regale täglich stark belastet oder durch Flurförderzeuge beansprucht werden. Wer Prüfintervalle sauber organisiert, schafft die Grundlage für eine zuverlässige Inspektion und minimiert gleichzeitig das Risiko ungeplanter Ausfälle.
Hinzu kommt, dass eine regelmäßige Prüfung nicht nur der Früherkennung von Schäden dient, sondern auch die langfristige Nutzbarkeit der Regalanlagen unterstützt. Früh festgestellte Abweichungen können häufig mit überschaubarem Aufwand behoben werden, bevor daraus sicherheitsrelevante Probleme entstehen. Dadurch bleibt der Betrieb stabil, die Sicherheit steigt und die Einhaltung interner wie externer Anforderungen wird deutlich einfacher. Ein klar strukturierter Prüfrhythmus ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil einer professionellen Lagerorganisation.
Schäden und Mängel nach Regalprüfungen richtig bewerten
Schäden früh erkennen und betroffene Bereiche gezielt überprüfen
Werden bei der Experteninspektion Schäden festgestellt, ist eine schnelle Bewertung entscheidend. Schon kleine Verformungen, lockere Verbindungselemente oder beschädigte Anfahrschutze können die Betriebssicherheit beeinträchtigen. Werden solche Mängel nicht zeitnah bearbeitet, steigt das Risiko für Ausfälle, Folgefehler und Gefährdungen im laufenden Betrieb. Deshalb sollten Unternehmen jede festgestellte Abweichung dokumentieren, bewerten und die betroffenen Bereiche sofort erneut überprüfen.
Besonders wichtig ist dabei eine differenzierte Einschätzung der festgestellten Schäden. Nicht jede Auffälligkeit hat dieselbe Relevanz, doch selbst vermeintlich kleine Mängel können sich im laufenden Betrieb schnell verschärfen. Werden beschädigte Regalstützen, Traversen oder Sicherungselemente weiter belastet, kann das die Stabilität des gesamten Systems negativ beeinflussen. Eine sorgfältige Bewertung im Rahmen der Regalinspektion hilft dabei, Risiken richtig einzuordnen und geeignete Maßnahmen ohne Verzögerung einzuleiten.
Zugleich verbessert eine systematische Schadensbewertung die interne Kommunikation. Wenn dokumentiert ist, welche Bereiche betroffen sind, welche Mängel vorliegen und wie dringend gehandelt werden muss, können Verantwortliche schneller reagieren. Das erleichtert nicht nur die Priorisierung im Alltag, sondern erhöht auch die Sicherheit für alle Mitarbeitenden im Lager. Unternehmen, die erkannte Schäden konsequent nachverfolgen, stärken damit langfristig die Betriebssicherheit und vermeiden, dass aus einzelnen Schwachstellen größere strukturelle Probleme entstehen.
Regalreparatur nach klaren Anforderungen durchführen
Eine Regalreparatur sollte immer nach klar definierten Anforderungen und mit passenden Komponenten erfolgen. Provisorische Lösungen gefährden die Sicherheit und können dazu führen, dass die Regalanlage nicht mehr normgerecht betrieben werden darf. Nach der Reparatur ist eine erneute Prüfung sinnvoll, um die sichere Durchführung des weiteren Betriebs zu gewährleisten und sicherzustellen, dass keine verdeckten Schäden zurückbleiben.
Wichtig ist, dass Reparaturen nicht nur schnell, sondern vor allem fachgerecht umgesetzt werden. Unsachgemäße Eingriffe oder ungeeignete Ersatzteile können die Tragfähigkeit der Anlage beeinträchtigen und neue Risiken schaffen. Deshalb sollte jede Regalreparatur nachvollziehbar geplant, dokumentiert und an den tatsächlichen Zustand der betroffenen Regalkomponenten angepasst werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Regalanlage anschließend wieder zuverlässig genutzt werden kann.
Nach abgeschlossener Instandsetzung empfiehlt es sich, die reparierten Bereiche erneut gezielt zu überprüfen. So kann festgestellt werden, ob alle Mängel vollständig beseitigt wurden und ob die Anlage den betrieblichen Anforderungen wieder entspricht. Diese zusätzliche Kontrolle erhöht die Betriebssicherheit und schafft Klarheit für die weitere Nutzung im Lager. Eine fachgerechte Reparatur mit anschließender Kontrolle ist daher ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Regalprüfungen und einer verantwortungsvollen Lagerorganisation.
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